Wertvoll ist anders.

by freimachen

Mit Funkstillen ist es es so eine Sache. Erst ist da nur eine kurze Ruhe. Dann die Stille. Und dann ein unendliches Schweigen, erlebt für den Moment, gefühlt wie eine Ewigkeit. Dann werden Stolz, Missverständnisse, das eigene Ego und die Verletzungen so groß, dass nichts mehr daneben Platz haben darf. Nichts. Und dann wird es Winter, kalt und ungemütlich. Erinnerungen pochen unaufhörlich, als ob sie im Wettlauf mit dem Klappern der Zähne (die Heizung ist ja immer noch aus) stehen. Mit jedem Gedanken kriechen Fragen durch jede Pore, gehetzt auf der Suche nach Antworten, die nicht mehr kommen wollen.

Wieviel sind Worte wert? Wieviel bringen Erinnerungen auf dem Markt des Entgegenkommens  ein?  Ist die Aufmerksamkeit, die man jemanden in der Gegenwart widmet, weniger wert als die Momente, die man in der Vergangenheit zusammen verbracht hat? Anscheinend. Aus den Augen, aus dem Sinn. Sinnentleer sinniert man über sinnvolle Reaktionen und erstarrt ungläubig in der Untätigkeit.

Wertvoll ist anders.

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