Frohes Neues.

by freimachen

Dass man Silvester, gegen 16 Uhr an dieser Stelle noch die „Feststellung“ kund tut und öffentlich breit tritt, anscheinend alleine ins neue Jahr zu rutschen, heißt nicht unbedingt, dass man dies dann auch tut.

Eine kurze Geschichte über einen Abend, der besser nicht hätte sein können und der so viel mehr hatte, als einfach nur eine Wendung!

Wie das Jahr, so der Abend. In einem Satz: Silvester war 2008 im Schnelldurchlauf.

Es war turbolent, rasant. Mit Überraschungen, Ereignissen und Alles-wird-gut-Wendungen. Einem schlechten Start, Absagen, einsamen Stunden, Fluchen, Resignation, Akzeptanz. Dann alles auf Anfang. Erst Besuch, dann ein Anruf, der alles ändert. Und noch einer.

Um 24h: sechs irgendwie doch zufriedene Menschen. Zusammen in meiner Küche. Aufgegeben auf einen guten Abend zu hoffen und ihn dann doch erlebt. Mit Feuerwerk über den Dächern der Stadt, die in dem Moment mehr bedeutet als die Welt. Mit tollem Essen, viel Sekt und doch wenig Schnaps. Mit schwippschwapp und mezze. Mit Lachen, Gesprächen, Spaß, Böllern vom Balkon. Mit ohne Kater am nächsten morgen, dessen Nacht davor auch erst um 6.00h begann.

Dieses Silvester hat so viel gezeigt. Dass sich alles zum Guten wenden kann, auch wenn man daran zweifeln möchte. Dass es nicht viel braucht dazu. Manchmal nur gute Leute, das richtige Timing und Offenheit. Und ein bisschen Vertrauen vielleicht. Vertrauen darauf, dass es gut werden kann. Werden könnte. Und dann sogar wird.

Er hat mehr gemacht als einfach nur Spaß.

Es hat gezeigt, dass es immer auch wieder nach oben gehen kann. Manchmal schneller als man denkt. Es hat in wenigen Stunden genau die Gelassenheit wiedergebracht, die mich in den letzten Wochen des Jahres  zufrieden gemacht hat. Die Gewissheit, angekommen zu sein, irgendwie, und ich nehme das Wort eigentlich eher selten in den Mund, irgendwie auch glücklich. Er hinterlässt Hoffnung. Auf das, was kommt. Auf ein gutes, neues Jahr 2009.

Und lässt zurück, was 2008 geboten hat. Einen traurigen Winter, Hoffnung im Frühling, ein Tief im Sommer, neue Wege im Herbst und das Ziel im neuen Winter. Es war gut. Anstrengend, aber gut.

Dieses Jahr hat herausgefordert und wurde, gerade als es anfing lästig zu werden, doch zu einer Erfahrung, die ich nicht missen will. Mir geht es gut, und es war lange nicht mehr so, als ob ich das hätte sagen können, sagen wollen.

Was bleibt ist die Erkenntnis, dass jeder noch so schlechte Start ein gutes Ende nehmen kann. Es hatte ein gutes Ende. Soviel mehr, als das. 2008 war wie ein einziger Abend.

Frohes Neues Jahr euch allen. Von Herzen. Es wird gut..!!!

Disclaimer: Denen, die es bis hier unten geschafft haben und die sich angesichts dieses blumig, triefenden, übertriebenen und gut gelaunten posts wundern sollten. Denen sei noch gesagt, dass ich den eigenklemmten Nerv in der Leiste mal unerwähnt ließ. Auch wenn er mich seit 2 Tagen in der Horizontalen verharren lässt ignorier ich ihn jetzt einfach mal. Ist also nicht alles ganz so glänzend, wie es scheint. Aber immerhin, die Grundstimmung ist gut. Was will man mehr. Auf ein Neues.

Advertisements