Verdammt gut.

by freimachen

Es gibt sie. Diese point-of-no-return-Momente. Momente, in denen man Anlauf nimmt, springt und über Gräben fliegen lernt.

Erst sind sie nur eine kleine Verstimmung, irgendwo links an einer Kreuzung zwischen Magengegend und Schlüsselbein. Eine Herzensangelegenheit. Ein erstes Stirnrunzeln hat sich breit gemacht. Legt Falten auf die einst so heile Welt. Im Schatten alter Erinnerungen werden Fragezeichen zu unüberwindbaren HIndernissen, reißen Löcher in das Fundament, die nicht mehr gefüllt werden können.

Sie werden größer. Plötzlich wachsen aus bösen Vorahnungen handfesteste Erkenntnisse. Die Werden zur Gewissheit: Es muss sich etwas ändern! Die Unzufriedenheit hat gewonnen. Ein neuer Weg will gefunden werden. Der alte ist verbaut.

In diesen Momenten wird es klar. Verschwomme Ansichten werden zu scharfen Geschützen.

Ganz unvermittelt sind sie da. Diese Momente in denen man fliegt. Wenn aus Gedanken, Worte werden, die Sätze formen, hinter denen man auch am nächsten Morgen noch steht. Überzeugt davon, dass sie richtig und überfällig waren.

Gestern hatte ich so einen Moment. Ich habe es getan. Habe Geschütze aufgefahren und Luft gemacht. Platz geschaffen, für Neues.

Und ja, verdammt. Es hat sich gut angefühlt. Verdammt gut.

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